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	<title>Stefan Kesselhut</title>
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		<title>Der Zwang zur Transparenz</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kesselhut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[In Polen demonstrieren tausende junge Menschen gegen das Urheberrechtsabkommen ACTA. Doch der Protest richtet sich weniger gegen den konkreten Vertrag als gegen die Regierung Tusk und die Politik in Polen ingesamt. In vielen polnischen Großstädten haben in den vergangenen Tagen Tausende gegen das Urheberrechtsabkommen ACTAprotestiert. Manche vergleichen die aktuellen Demonstrationen schon mit der Solidarność-Bewegung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Polen demonstrieren tausende junge Menschen gegen das Urheberrechtsabkommen ACTA. Doch der Protest richtet sich weniger gegen den konkreten Vertrag als gegen die Regierung Tusk und die Politik in Polen ingesamt. <span id="more-138"></span>In vielen polnischen Großstädten haben in den vergangenen Tagen Tausende gegen das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement">Urheberrechtsabkommen ACTA</a>protestiert. Manche vergleichen die aktuellen Demonstrationen schon mit der Solidarność-Bewegung in den Achtzigerjahren. In keinem Land ist der Protest gegen ACTA so entschieden, so laut und so auffällig wie in Polen. Aber warum eigentlich?</p>
<p>Der Protest gegen das weitgehend im Geheimen verhandelte Abkommen zwischen den USA, Japan, der EU und weiteren Staaten richtet sich vor allem gegen Maßnahmen, mit denen gegen Urheberrechtsverletzungen und Piraterie im Internet vorgegangen werden soll. Kritiker sehen im dem sehr allgemein gehaltenen Vertragstext einen Vorstoß, der es künftig leichter macht, die Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken und eine routinemäßige Überwachung von Internetanbietern einzuführen.</p>
<p>Es ist strittig, ob das stimmt: Juristen weisen darauf hin, dass die Gesetze in Polen oder Deutschland bereits schärfere Vorschriften enthalten, als in ACTA vorgesehen. Andere kritisieren, dass mit Acta die aktuellen Copyright-Gesetze zementiert würden, statt gemeinsam mit Kreativen und Internetnutzern über neue Wege nachzudenken. Die meisten Demonstranten in Warschau, Krakau oder Posen dürften sich für solche Details allerdings ohnehin nicht interessieren.</p>
<p>Denn der polnische Widerstand gegen ACTA richtet sich weniger gegen das konkrete Abkommen, als gegen Politik und Politiker allgemein. Viele junge Polen fühlen sich von den etablierten Parteien wie der rechtsliberalen Bürgerplattform (PO) von Premier Tusk schlecht vertreten und hintergangen.</p>
<p>Das hat vor allem soziale und wirtschaftliche Gründe. Vom polnischen Wirtschaftswunder der vergangenen Jahre hat die junge Generation kaum profitiert. Selbst gut ausgebildete Akademiker finden keine gut bezahlten Jobs und werden meist nur für wenige Monate angestellt. Die Gehälter gehören zu den niedrigsten in der EU. Viele leben auch als Berufsanfänger noch bei ihren Eltern, weil sich kaum jemand leisten kann, eine Wohnung zu kaufen oder die hohen Mieten in den Großstädten zu zahlen.</p>
<p>Auch deshalb gehen jetzt vor allem junge Polen zwischen 20 und 30 auf die Straße, um zu zeigen, dass sie sich von der Regierung nicht bevormunden lassen wollen. Wenig überraschend, dass inzwischen vor allem Sprüche gegen die Tusk-Regierung auf den Demos dominieren. Dass seine Regierung die Bürger nicht informierte, bevor sie das Abkommen unterschrieb, finden viele empörend. Und es bestätigt ihre Vorurteile über eine politische Elite, die sich nicht dafür interessiert, was die Bürger denken. Das führt sogar zu der merkwürdigen Situation, dass Rechtsradikale und Rechtspopulisten gemeinsam mit den Linken auf den Straßen Warschaus und anderer Städte gegen die Regierungspolitik demonstrieren.</p>
<p>Nach den unerwartet heftigen Protesten setzt die Regierung in Polen deshalb jetzt auf Transparenz. Nachdem er kurz zuvor bekannt gegeben hatte, das Polen seine Unterschrift unter das Abkommen zwar nicht zurückziehe, es aber vorerst auch nicht ratifizieren würde, diskutierte Premier Donald Tusk öffentlich mit Bürgern und Bloggern. Nach der Diskussion kündigte die Regierung an, sämtliche Dokumente zu ACTA zu veröffentlichen, die ihr vorliegen. Das soll auch den polnischen Kommentar zum ACTA-Abkommen einschließen. Dieses Dokument ist besonders wichtig, denn darin geht es darum, wie ACTA im polnischen Recht interpretiert würde. In den kommenden Monaten soll es weitere öffentliche Diskussionen zu Internetfreiheit, geistigem Eigentum und Urheberrechten geben.</p>
<p>Das „Ministerium für Verwaltung und Digitalisierung“ plädiert außerdem dafür, den Bürgern alle verfügbaren Informationen online zugänglich zu machen und sie stärker in die Entscheidungsfindung einzubinden. Auch ein völliges Scheitern von ACTA in Polen schließt das Ministerium nicht aus. Sollte die Debatte zeigen, dass es schwerwiegende Argumenten gegen ACTA gibt, solle das Abkommen nicht ratifiziert werden.<a name="_ftnref1" href="http://www.boell.de/demokratie/netz-acta-proteste-polen-kommentar-13953.html#_ftn1"></a></p>
<p>Tusk und seine Regierung stecken in einem Dilemma. Einerseits kann sie nicht einfach dem Druck der Straße nachgeben und sich den Forderungen der Regierungskritiker beugen. Andererseits muss sie irgendwie auf den immer stärker werdenden Widerstand vor allem der jungen Polen reagieren, wenn sie politische Frustration und Entfremdung nicht weiter verstärken will. Der jetzt eingeschlagene Weg der größtmöglichen Transparenz ist daher der einzig gangbare. Die Regierung in Warschau sollte das Prinzip auch bei anderen Themen beherzigen. Sonst könnten die Proteste bei der nächsten Kontroverse noch größer werden.</p>
<p>Dieser Kommentar erschien zuerst auf <a href="http://www.boell.de/demokratie/netz-acta-proteste-polen-kommentar-13953.html">boell.de</a>.</p>
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		<title>Hilfe, meine Hausarbeit!</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 18:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kesselhut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[die zeit]]></category>
		<category><![CDATA[universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Stück von mir über die Arbeit der wenigen Schreibzentren an deutschen Universitäten ist vor knapp zwei Wochen in der ZEIT erschienen. Bartlomiej Wieczoreks Problem ist nicht, dass er zu wenige Ideen hat. Sein Problem ist, dass er zu viele davon hat und nur fünfzehn Seiten Platz. Bartlomiej, der »Bart« genannt werden will, studiert im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Stück von mir über die Arbeit der wenigen Schreibzentren an deutschen Universitäten ist vor knapp zwei Wochen in der <a href="http://www.zeit.de/">ZEIT</a> erschienen.</p>
<blockquote><p>Bartlomiej Wieczoreks Problem ist nicht, dass er zu wenige Ideen hat. Sein Problem ist, dass er zu viele davon hat und nur fünfzehn Seiten Platz. Bartlomiej, der »Bart« genannt werden will, studiert im vierten Semester Kulturwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und will eine Hausarbeit schreiben über das Thema Homosexualität in der DDR. Er sitzt im Raum des »Schreibzentrums« der Viadrina und will sich von Schreibtutor Patrick Kowal beraten lassen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/02/Schreibzentrum-Viadrina"> Mehr auf ZEIT Online</a>.</p>
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		<title>Ich geh&#8217; in den Osten</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 21:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kesselhut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
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		<category><![CDATA[Karriere]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues Stück von mir auf Spiegel Online / KarriereSpiegel: Polen ist das neue Österreich, denn in der Liste der Lieblingsziele deutscher Arbeitsnomaden rangiert das Land jetzt schon auf Platz drei. Der Nachbar gilt als Wirtschaftswunderland. Vier Deutsche erzählen, warum sie in den Osten gingen, und wie ihnen das Leben und Geldverdienen dort gefällt. Mehr auf Spiegel Online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Stück von mir auf <a href="http://www.spiegel.de/">Spiegel Online</a> / <a href="http://www.spiegel.de/karriere">KarriereSpiegel</a>:</p>
<blockquote><p><strong>Polen ist das neue Österreich, denn in der Liste der Lieblingsziele deutscher Arbeitsnomaden rangiert das Land jetzt schon auf Platz drei. Der Nachbar gilt als Wirtschaftswunderland. Vier Deutsche erzählen, warum sie in den Osten gingen, und wie ihnen das Leben und Geldverdienen dort gefällt.</strong></p></blockquote>
<p><strong></strong><a href="http://www.spiegel.de/karriere/ausland/0,1518,802337,00.html">Mehr auf Spiegel Online</a>.</p>
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		<title>Stanford für alle</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 12:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kesselhut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Professor Sebastian Thrun (Stanford University) bietet seine Vorlesung über Künstliche Intelligenz online an und hat plötzlich 160.000 Studenten statt 200, wie &#8220;Der Spiegel&#8221; berichtet: &#8220;Das Niveau ist hoch, es ist ja der gleiche Kurs wie an der Uni&#8221;, sagt Thrun. Viele Studenten hätten aufgegeben, immerhin 28.000 seien noch dabei. Wer durchhält und die Tests [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Professor Sebastian Thrun (Stanford University) <a href="https://www.ai-class.com/">bietet seine Vorlesung über Künstliche Intelligenz online an</a> und hat plötzlich 160.000 Studenten statt 200, <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,805028,00.html">wie &#8220;Der Spiegel&#8221; berichtet</a>:</p>
<blockquote>
<div id="spArticleSection">
<p>&#8220;Das Niveau ist hoch, es ist ja der gleiche Kurs wie an der Uni&#8221;, sagt Thrun. Viele Studenten hätten aufgegeben, immerhin 28.000 seien noch dabei. Wer durchhält und die Tests besteht, erhält ein Zertifikat, ausgestellt von Thrun und seinem Mitstreiter persönlich, nicht etwa von der Universität Stanford. Die muss das Treiben der beiden misstrauisch beäugen, denn ihr Geschäftsmodell wird in Frage gestellt.</p>
</div>
</blockquote>
<div id="spArticleSection">
<p>Dass solche Online-Initiativen eine Gefahr für die klassische Universität sein sollen, kann ich kaum nachvollziehen. Gerade für die regulären Studenten können <em>gut</em> aufbereitete Online-Inhalte nützlich sein. Universitäten wie Stanford werden dadurch noch bekannter und werden sich ganz bestimmt keine Sorgen um sinkende Bewerberzahlen machen müssen. Denn gute Lehre ohne physische Anwesenheit, nur mit Video-Vorlesungen, wird es auch in Zukunft nicht geben.</p>
<blockquote><p>Doch wie sehen die Hochschulen aus, wenn die Welt zum globalen Campus wird? Die Konkurrenz würde wachsen, weil Studenten unabhängig von Zeit und Raum ihre Wahl treffen könnten. Die amerikanischen Elite-Unis müssten beweisen, dass sie in Forschung und Lehre tatsächlich exzellent sind und nicht nur davon profitieren, aus einer großen Anzahl guter Bewerber die besten auswählen zu können. Und die deutschen Hochschulen müssten in einem weltweiten Wettbewerb &#8211; Heidelberg gegen Harvard &#8211; bestehen, wenn jede Uni nur noch einen Mausklick entfernt ist.</p></blockquote>
<p>Worauf es wohl vor allem ankommen wird: Wie man die <em>traditionelle</em> Lehre mit Hilfe des Internets verbessern, erweitern und öffnen kann. Bisher sind es meist <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-12/youtube-professor/">einzelne Professoren</a>, die sich in diesem Bereich mit innovativen Ideen vorwagen. Ausgefeilte Konzepte dafür gibt es aber kaum.  Das liegt vermutlich teilweise auch daran, dass viele Professoren gar kein Interesse daran haben, ihre Lehrveranstaltungen einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Wer schon einmal als Student in einer drögen oder im schlimmsten Fall fachlich fragwürdigen Vorlesung saß, weiß, wovon ich spreche.</p>
<p>Aber das gilt natürlich nicht für alle. Die Mutigeren unter den Hochschullehrern brauchen mehr Unterstützung und Beratung von ihren Hochschulen.</p>
</div>
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		<title>Youtube-Professor</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 21:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kesselhut</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitale Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Für ZEIT Online habe ich Professor Jörn Loviscach interviewt, der in seiner Arbeit Youtube als Arbeitsmittel nutzt. Wodurch sich die Vorlesungen selbst stark verändert haben: Loviscach: In den Vorlesungen im Hörsaal kann ich jetzt viel interaktiver mit den Studenten arbeiten, mit Ihnen Probleme besprechen. Ich gehe durch die Reihen und gucke allen über die Schulter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für <a title="ZEIT Online" href="http://www.zeit.de/">ZEIT Online</a> habe ich <a href="http://www.fh-bielefeld.de/fb3/loviscach">Professor Jörn Loviscach</a> interviewt, der in seiner Arbeit Youtube als Arbeitsmittel nutzt. Wodurch sich die Vorlesungen selbst stark verändert haben:</p>
<blockquote><p>Loviscach: In den Vorlesungen im Hörsaal kann ich jetzt viel interaktiver mit den Studenten arbeiten, mit Ihnen Probleme besprechen. Ich gehe durch die Reihen und gucke allen über die Schulter, gebe Tipps und Hinweise. Dann bespreche ich es im Plenum. So wird die Veranstaltung viel lebendiger, als wenn einer 90 Minuten vorne steht und irgendetwas erzählt bis alle einschlafen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-12/youtube-professor/"><strong>Bessere Lehre mit YouTube</strong> auf Zeit Online</a>.</p>
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